Nachdem die Mädchen den Laden verlassen haben, zieht Miku Ruri mit sich. "Los, gehen wir durch den Park! Ich habe gerade Lust auf einen kleinen Spaziergang."
So gehen die beiden einen kleinen Umweg: die Straße hinunter, vorbei an kleinen Läden, Boutiquen, Cafes und Häuser. Das Licht schwindet bereits und der Wind ist noch kühler geworden. Doch die Mädchen beachten dies kaum. Sie reden und lachen und planen, wie sie an Karten zu dem Konzert der Band "La corda d'oro" gelangen können. Der Park ist groß, die Wege breit und mit Kirschbäumen gesäumt. Noch blühen sie nicht, doch in einigen Wochen, wenn es wieder warm wird entfalten sich die rosafarbenen Blüten, und fallen sie zu Boden, bedecken sie den Boden wie eine weichen Decke.
"Wegen der Karten... ich glaube, ich frage mal Daddy, was er machen kann. Schließlich-", doch ehe Miku weiterreden kann stolpert sie über etwas... oder eher: über jemanden. Dort auf dem Boden liegt ein ohnmächtiger Junge. Seine hellblonden Haare verdecken sein Gesicht und seine graue Schuluniform war voller Staub.
Erschrocken springt Ruri einen halben Schritt zurück, als sie spricht klingt ihre Stimme höher und ein wenig panisch. "Wa... wa.. wa.. was... wer ist das?was ist mit ihm?"
Miku, die sich schnell wieder gefangen hat kniet sich zu dem Jungen: "ähm... hey... geht es dir gut?", dabei schüttelt sie sacht seine Schulter.
Ruri, die sich ebenfalls hinkniet hört, wie der Junge etwas murmelt. "Hat.... hat er gerade "Hunger gesagt?"
Miku zuckt mit den Schultern und berührt den jungen noch einmal an der Schulter. Ruri hingegen kramt in ihrer Tasche und findet einen Schokoriegel, den sie auspackt und dem Jungen vor das Gesicht hält. Der Junge reagiert promt: ohne hoch zusehen schnuppert er und beißt plötzlich in den Riegel und innerhalb von Sekunden ist er weg. Noch während der Junge kaut, setzt er sich auf und nickt: "Dankeschön". Er scheint wach zu sein, doch seine Augen sind verträumt und in die Ferne gerichtet. Daher winkt Ruri vor seinem Gesicht. Unsicher fragt sie: "Du... ähm... geht es dir gut?"
Obwohl er sitzt, sieht man bereits, dass er ziemlich klein ist - wahrscheinlich kaum größer als Ruri. "Jap... es ist nur so, dass wenn ich nichts esse, schlafe ich einfach ein... ist normal."
Miku, die leicht entsetz dreinblickt widerspricht ihm "Das ist alles andere als normal... und überhaupt, wer bist du eigentlich?"
Mit leicht schräg gelegtem Kopf antwortet dieser: "Izumi... Sarutobi Izumi", dann steht er auf und verbeugt sich dankend. "Also dann...". Der Gang etwas träge, geht er davon und lässt die Mädchen etwas perplex zurück.
"Was für ein seltsamer Typ", murmelt Miku.
"Was für ein seltsamer Tag", fügt Ruri hinzu.
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