Choco
„H-I-K-A-R-U!!!“, ertönte es laut.
Hinter den beiden Mädchen stand ein aufgebrachter und leicht
angepisster Kyo. Er ging direkt auf Hikaru zu, nahm ihren Kopf
zwischen seinen Händen. wendete bei ihr die sogenannte
„Zwiebelquetsche“ an und hielt ihr eine Standpauke.
Lane hatte genug gesehen und griff ein.
Sie schlug Kyo auf den Kopf und zog Hikaru zu sich.
„Lass das, dass macht man nicht.
Außerdem, was bist du denn nur für ein Trainer? Bei deinem Training
wird aus der Kleinen nie was! Keine Ahnung wie lange du sie schon
trainierst, aber bis jetzt hat es wohl nichts gebracht.“
„Ach was weißt du schon von meinen
Methoden.“, konterte Kyo.
Man merkte sofort, dass zwischen den
Beiden dicke Luft herrschte, die Funken sprühten nur so. Die Beide
starrten sich immer noch feindselig an und der Streit wäre
eskaliert, hätte Hikaru nicht eingegriffen. Sie trennte die
Streitenden voneinander und versuchte Kyo zu verteidigen. Seine
Methoden seien zwar seltsam und mögen falsch klingen, aber sie vertraue
ihm. Daraufhin seufzte Lane nur leicht, lächelte dann aber wieder
leicht. Sie nahm Anlauf, fuhr eine Wand hoch, machte 2 Saltos in der
Luft und schaute dann zu Kyo.
„Du bist doch Trainer, d.h. du
müsstest treaken können.Wie wäre es mit einem kleinen Match?
Nur wir beide, ohne Blut aber mit Kampf. Oder traust du dich nicht?“,
grinste sie ihn frech an.
Dieser schwieg für einen Moment und
öffnete dann seinen Mund. Doch seine Antwort wurde durch dem
plötzlichen Auftauchen von Masazuka unterbrochen.
„Nananana...meine Lieben...kein Grund
sich hier zu streiten.“, zwinkerte dieser.
Masazuka war ein großer junger Mann
mit blonden Haaren, die wie die wilde Mähne eines Löwen aussahen.
Seine goldenen Augen wurden durch eine getönte Sonnenbrille
verdeckt. In seinem Mund hatte er stets eine Zigarette, seine Hände
steckten lässig in der Hosentasche und auch sonst wirkte er wie ein
cooler, chilliger und frei lebender Typ mit einem gewissen Hang zum
Womanizer.
„Masazuka...was machst du denn
hier?“, fragte Kyo nicht ganz unfreundlich.
„Hahahaha. Darf man etwa seinen
Freunden denn keinen kleinen Besuch abstatten?“, antwortete
Masazuka halb scherzend. Kyo wollte dem widersprechen, aber da hatte
sich Masazuka schon zu den beiden Mädchen umgedreht. Er lächelte
diese umschmeichelnd an und fragte Hikaru, ob diese nicht noch
Anfängerin sei.
„Willst du nicht einmal an einem
Match teilnehmen? Ich könnte dir eins organisieren, natürlich
deiner Stufe angemessen.“
Als Hikaru diesen Vorschlag hörte,
leuchteten ihre Augen buchstäblich. Sie hatte bis dahin noch nie an
einem Wettkampf, geschweige einem Match teilgenommen. Es wäre das
erste Mal für sie gewesen. Dementsprechend nickte sie dem Vorschlag
begeisternd zu. Masazuka lächelte und nickte. Er gab ihr die
Anweisung in 3 Tagen abends in den Skaterpark zu kommen. Außerdem
sollte sie 3 Rider haben, die bei dem Match teilnehmen würden. Dann
zwinkerte er den Mädchen noch einmal zu und ging dann. Lane, die
alles mitangehört hatte, sah Masazuka noch skeptisch hinterher. Sie
vertraute ihm nicht und fragte sich, was es mit den 3 Ridern auf sich
hatte.
„Und...REN!! DU NERVST!!“, schrie
sie laut.
Nach einer kurzen Stille, raschelte das
Gebüsch und jemand kam hervor. Es war der gleiche Typ, der Hikaru
und Lane von weitem beobachtet hatte. Der Fremde kratze sich am
Hinterkopf und lachte laut.
„Hahahaha...erwischt...Aber das war
schon was Kleine (mit Kleine meinte er Hikaru), ich dachte echt die
Beiden (Lane & Kyo) würden sich die Köpfe einschlagen. Obwohl
das wiederum echt cool gewesen wäre.“, grinste er frech.
Hikaru war verwirrt. Wer war dieser
Unbekannter, der plötzlich auftauchte und einen auf vertraut machte?
Lane seufzte und stellte ihn als Ren, ihren idiotischen Bruder vor,
der von Lane dachte, dass diese nur nähen, kochen und waschen
konnte.
„Genau. Ich bin übrigens auch Rider,
wie meine süße kleine Schwester hier.“, ergänzter er.
Daraufhin verpasste Lane ihm einen
Schlag in den Magen und einen Kick hinterher.
„Ein mieser Rider bist du! Dazu kommt
noch, dass du mir immer heimlich beim Training zuguckst, du Stalker!“
Ren lachte nur. Im Gegensatz zu seiner
etwas ernsten Schwester, war er ein totaler Spaßvogel. Er hatte
kurze rot-braune (die einzige Gemeinsamkeit mit Lane) Haare und
braune Augen. Über seinen oranges Shirt trug er eine eine blau-graue
Jacke mit Pelzkapuze, dazu eine lässige blaue Jeans. Ren war mehr
der lockere, gechillte Sporttyp, der die Dinge so annahm, wie sie
kamen. Sein Markenzeichen war sein breites Grinsen.
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